Unvergessliche Erlebnisse auf Reisen

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Wir sind jung. Wir sind frei. Wir können tun und lassen, was wir wollen. Das ist unsere Welt und sie sie ist so verdammt schön! Auf dieser Erde gibt es so viel zu entdecken: unterschiedliche Länder und Kulturen, eiskalte Orte und Wüstenlandschaften, wunderschöne Ozeane und einsame Inseln. Doch was sind die Erlebnisse, die wir nie vergessen? Erlebnisse die uns prägen und von denen wir auch noch unseren Urenkeln erzählen wollen? Fast jeder von uns hatte schon einmal so ein Erlebnis, oder?

Wir Reiseblogger sind ja auf der ganzen Welt unterwegs und einige davon, haben schon fast die ganze Welt bereist. Ich habe mal verschiedene Reiseblogger gefragt, was ihr unvergesslichstes und schönstes Erlebnis war. Glaubt mir, die antworten sind sehr faszinierend und spannend! Insgesamt habe ich 17 Reiseblogger gefragt und du wirst den Beitrag in zwei Teilen finden. Der zweite Teil erscheint dann passend zu meinem Geburtstag am Montag, 07. September. Viel Spaß beim Lesen!

Stefan von travenonboards.de: Ein gestrandeter Wal in Nicaragua

Walerlebnis

 

Mein Erlebnis kann nicht als „schön“ bezeichnet werden, aber „außergewöhnlich“ und für mich „unvergesslich“ ist es allemal! Als ich im November 2014 in Nicaragua war, strandete ein Wal sozusagen direkt vor meiner Haustür. Vom Frühstückstisch aus konnte ich beobachten, wie das riesige Tier ein paarmal durch die Bucht geschwommen ist, um dann anschließend direkt auf den Strand zu schwimmen! So als habe er sich eine geeignete Stelle erst ausgesucht.

Gestrandet ist der Wal gegen elf Uhr morgens, ich denke er ist so gegen vier Uhr nachmittags gestorben. Die ersten beiden Stunden hat das Tier immer mal wieder die Augen geöffnet, durch das Loch ausgepustet oder die Schwanzflosse bewegt – doch das war irgendwann vorbei! Bis zum Sonnenuntergang haben Locals und Touristen versucht, ihn wieder ins offene Meer zu bugsieren, aber keine Chance – so ein riesiger Körper gegen die Wellen? Schon gar nicht bei Ebbe, leider war die auflaufende Flut auch keine Hilfe.Was wiegt so ein Tier, 20 Tonnen? Es war einfach unmöglich! Erstaunlich war aber, dass so viele Menschen über Stunden nicht aufgegeben haben – Locals und Gringos zusammen.

Am späten Abend kamen dann Männer von irgendeiner Behörde, im Schlepptau einen Bagger und viele Kettensägen. Am nächsten Morgen war nichts mehr zu sehen, nur die Hunde und Geier drehten beinahe durch und buddelten wie wild im Sand.

Einerseits bin ich glücklich, so ein Naturschauspiel miterlebt zu haben. Ich habe einen Wal berührt, ihm direkt in die Augen geschaut und gespürt, wie mächtig dieses Tier ist. Andererseits ist es natürlich sehr traurig – ich hätte mir so sehr ein Happy-End gewünscht! Aber das ist wohl der Lauf der Natur.

Bei travelonboards geht es um Sport, Reisen und Lifestyle. Und ganz besonders um die Leidenschaft für Actionsportarten – Reisende, Surfer, Kiter und andere Actionsportler aller Art finden bei travelonboards Inspiration, Ideen und Anregungen rund um den Boardsport.

 

Nadine & Frank von dinky-land: Wie wir uns mit dem Afrika-Virus infizierten

Elerbnis Afrika

Da standen wir nun mit unseren Taschen und Rucksäcken auf dem kleinen Rollfeld mitten in der Masai Mara. Der winzige Flieger, mit dem wir gerade angekommen waren, startete wieder und verschwand im kenianischen Himmel.
Aus der Luft hatten wir bereits einen ersten Blick auf die großen Gnu- und Zebraherden erhaschen können. Wir konnten es kaum noch erwarten, endlich mit dem Jeep auf Safari zu gehen.
Wenig später wurden wir von einem Fahrer abgeholt. Bereits auf dem kurzen Weg zum Camp kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Es war unglaublich: Neben etlichen Gazellen erblickten wir Elefanten, Zebras, Büffel, Giraffen, Löwen und allerlei anderes Getier. So einen Tierreichtum hatten wir nicht mal in unseren kühnsten Träumen erwartet. Es war einfach gigantisch! Im Camp angekommen bezogen wir ein gemütliches Zelt mit eigenem Bad und einem tollen Ausblick auf den Mara Fluss, in dem Hippos badeten und Krokodile reglos lauerten.
Am Nachmittag ging es endlich auf die erste Pirschfahrt. Als sei es das Normalste der Welt fuhr unser Ranger aus dem Camp, und geradewegs zu einem nur wenige hundert Meter entfernten Erdhügel, auf dem sich ein Löwenrudel gemütlich rumfläzte. Wenig später wurden wir Zeuge einer Löwenpaarung und beobachteten 3 Gepardenbrüder beim Herumtollen. Uns ergriff ein erhabenes Gefühl, als wir von einem erhöhten Aussichtspunkt über die unendliche Weite der Mara blickten, die bis zum Horizont von unzähligen Gnus, Zebras und Gazellen übersäht war.
Während der nächsten zwei Tage jagte ein Highlight das nächste. Wir begegneten nicht nur den Big Five aus nächster Nähe, sondern konnten ein großes Flusscrossing beobachten und eine Löwin mit drei Jungen aufspüren. Wir fühlten uns wie im Paradies und wären am liebsten noch viel länger geblieben. Seitdem lässt uns das Afrika-Virus nicht mehr los, und die Sehnsucht treibt uns immer wieder zurück.

Dinky-Land.de – Das Fernwehland, sind Nadine und Frank. Wir lieben selbst gestaltete Roadtrips, auf denen wir versuchen die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Neben dem Reisen lieben wir die Fotografie, daher gibt es in unseren Reiseberichten immer jede Menge Fotos und Tipps zu Locations und Ausrüstung.

Kisten von kiraton.com: Die Begegnung mit der Elefantendame Mae Khm Koun

Erlebnis Elefant

Und da stand sie vor mir – Mae Khm Koun: stattliche 3.175 kg brachte die Lady auf die Waage und war als Dienstälteste das Leittier der Elefanten-Gruppe im Elephant Village Sanctuary & Resort, in der Nähe von Luang Prabang, Laos. Einst leisteten die, in der Holzindustrie eingesetzten, Tiere im Land der 1. Million Elefanten, Schwerstarbeit. Nun leben sie in dieser Anlage und tragen einen halben Tag Touristen umher, lassen sich von ihnen füttern und baden. Hier werden auf ökologisch vertretbarem Weg Begegnungen mit den sanften Riesen angeboten. Zunächst durfte ich auf einer Sänfte platz nehmen, während der Guide von Mae Khm Koun – Mahout – sie führte. Dann fragte er mich, ob ich direkt auf dem Elefanten, die Knie direkt hinter den Ohren, sitzen wollte. Und hob ich wollte! – Ich wollte dies sanften Riesen ganz nach spüren, ihre dicken schwarzen Kopfhaare berühren. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Zunächst etwas wackelig, doch schon bald wurde ich sicherer. So durchschritt ich mit der die Elefantendame den Fluss, eine kleine Sandbank & wieder auf einen Hang hinauf. Gemächlich schritt sie, mit mir oben auf, dahin. Im Anschluss fütterte ich sie mit einer Extra-Portion Bananen und strich immer wieder über ihre wunderbar raue Haut und konnte mich gar nicht sattsehen an ihre Schönheit.
Mae Khm Koun, wann werden wir uns wieder sehen?

Auf kiraton.com nehme ich meine Leser*innen u.a. mit auf meine Reisen – egal ob in Deutschland oder bis ans Ende der Welt – dabei bin ich immer auf der Suche nach dem perfekten Bild und dem Besonderen abseits des Mainstreams.

Sabrina von bagfullofsun.de: Schildkröte gesichtet!

Schildkröte Erlebnis n

 

Diese wunderschönen Tiere… Es ist etwas komplett anderes eine Schildkröte in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen als im Zoo oder ähnliches. K o m p l e t t a n d e r s.

So kam es, dass ich mit zwei Backpackern an einem Strand der Westeküste Australiens spontan einem Kayak-Trip auf’s offene Meer zusagte. Also her mit den Kayaks, aufgeteilt in zwei Boote hieß es dann paddeln, paddeln, paddeln. Nach einer halben Stunde waren wir dann weit genug draußen und sprangen ins glasklare Wasser. Hui – das Wasser war um einiges kälter hier draußen aber so klar, dass man extrem weit gucken konnte und die Farben waren unglaublich. Es wurde geschnorchelt, was das Zeug hält. Einen riesigen Rochen konnten wir entdecken! Rochen liegen meist auf dem Meeresgrund und buddeln sich mit Sand zu – man erkennt sie aber trotzdem wenn man genau hinsieht. Tausend bunte Fische flitzten an uns vorbei – ein Bild wie aus dem Paradies. Auf einmal sahen war sie – eine riesige Meereschildkröte. In sehliger Ruhe schwamm sie langsam in Richtung Wasseroberfläche zum Luft schnappen. Ich habe mich an ihre Fersen gehängt und war schnell nur noch wenige Centimeter entfernt. Diese Ruhe und Gelassenheit, die von der Schildkröte ausging, war unbeschreiblich und mein erster Impuls, sie zu berühren, verschwand. Ich wollte einfach so viel wie möglich von diesem Moment und diesem Gefühl des Seelenfriedens aufsaugen und verinnerlichen. Nach ein paar Minuten hat sie eine andere Richtung eingeschlagen und verschwand. Ich habe leider keine Bilder davon aber die schönsten Momente trägt man ja bekanntlich im Herzen und diesen werde ich nie vergessen!

Aloha, ich bin Sabrina und mein Blog bagfullofsun.de hilft dir bei der Organisation eines Work & Travel Aufenthaltes in Australien. Außerdem möchte ich dich mit Erfahrungsberichten und Tipps zu verschiedenen Ländern/Städten inspirieren und dir Lust auf Reisen machen!

Melanie und Jürgen von livetravellerz: Stand Up Paddling bei Sonnenaufgang

 

Erlebnis SUP

 

Das unvergesslichste Erlebnis auf Reisen hatten wir in diesem Jahr ausnahmsweise mal nicht am Ende des Kontinents oder am anderen Ende der Welt, sondern nur knapp 40 Kilometer von unserem Zuhause entfernt.
Wir haben in unserem VW-Bus „Luigi“ direkt am wunderschönen Mattsee nahe der Stadt Salzburg übernachtet. Am Vorabend haben wir gegrillt und sind in dieser lauen Sommernacht lange wach geblieben, da die Hitze im Bus beim Schlafen fast unerträglich war. Nach weniger als 4 Stunden hat uns der Wecker um halb 5 unsanft aus dem Schlaf gerissen. Einen Moment haben wir noch gehadert, ob wir jetzt wirklich aufstehen sollen, aber der Tag war einfach perfekt für unser Vorhaben. 

Also schnell noch Zähne geputzt und dann haben wir unsere SUP Boards in Rekordgeschwindigkeit aufgepumpt. Es hatte bereits um kurz vor 5 über 25 Grad und der Schweiß tropfte uns beim Aufpumpen der riesigen Boards von der Stirn. Aber wir haben es gerade noch rechtzeitig geschafft! 
Zwei Minuten vor Sonnenaufgang waren wir auf unseren Boards am See und durften einen spektakulären Sonnenaufgang miterleben. Noch schnell die GoPro aktiviert und schon konnten wir den goldenen Feuerball bewundern, der sich im See in herrlichen Rot- und Goldtönen spiegelte. Zu dieser Uhrzeit waren wir die einzigen Menschen auf dem See und haben uns das spiegelglatte Wasser nur mit ein paar Enten geteilt. 
Das frühe Aufstehen für diesen perfekten, ungestörten Moment hat sich mehr als gelohnt!

Auf lifetravellerz.com schreiben Melanie & Jürgen über ihre Kitereisen, Roadtrips und ihre Lieblingssportarten. Mit ihrem VW-Bus “Luigi” entdecken sie die tollsten Plätze Europas und im Winter zieht es die beiden meist in die Ferne – immer auf der Suche nach Wind und schönen Stränden! Auf ihrem Blog findest du ebenfalls ein Video zu diesem unvergesslichen Erlebnis.

 

Marion von escape-from-reality.de: Mit dem Moutainbike die Death Road in Bolivien hinunter

Erlebnis Death Road

Auch heute bekomme ich noch schweißnasse Hände, wenn ich an meine Downhill-Tour auf der Death Road denke. Nicht umsonst trägt die einspurige Schotterpiste, die ohne Leitplanke dicht am Abgrund entlang führt, ihren Beinamen. Sie ist eine der gefährlichsten Straßen der Welt. Und genau dieser Nervenkitzel zieht Touristen magisch an und bringt sie dazu, die ca. 70 km lange Strecke mit dem Mountainbike hinunter zu brettern.

Rückblende: Am frühen Morgen schraubt sich unser Bus von La Paz aus immer höher bis auf den eisigen La Cumbre Pass in 4.640 m Höhe. In den nächsten Stunden durchqueren wir auf unserer Downhill-Tour sämtliche Klimazonen Südamerikas, bis wir im tropischen Regenwald der Yungas auf 1.295 m Höhe ankommen.

Auf der Schotterpiste werde ich ordentlich durchgeschüttelt. Kreuze säumen den Wegesrand. Hier lauern die „Corners of Death“: Sie gehören zum gefährlichsten Abschnitt der Todesstraße, die Straße ist schmal und kurvig, der Abgrund auf der linken Seite fällt nahezu senkrecht hunderte von Metern ab. Adrenalin pur! Meine Finger sind bald taub vom Bremsen, der Staub setzt sich überall fest. Fuck! – In einer Kurve kommt mir ein Jeep entgegen, die Bremsen tun nicht was sie sollen und ich komme gerade noch auf die Seite! Als wir in Yolosa bei Coroico ankommen, bin ich müde und total geschafft. Aber ich habe ein breites Grinsen im Gesicht: Ich habe die Death Road überlebt.

Ob ich mich heute nochmal die Death Road hinunterwagen würde? Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht… Aber ich bin unheimlich froh, dass ich mich damals getraut habe – ein unvergessliches Erlebnis!

escape-from-reality.de erzählt von großen und kleinen Auszeiten weltweit und vor der Haustür. Hol Dir Inspirationen und Tipps zu (Gruppen-)Reisen, Kurztrips, Ausflügen und Festivals.

Tobias von weltschaukasten.com: Das Peace Museum in Hiroshima

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Es ist beklemmend und still. Die Menschen um mich herum trauen sich nur noch zu flüstern. Als ich vor dem verrosteten alten Dreirad stehe kann ich schließlich nicht mehr anders: Tränen laufen mir die rechte Wange herab. Der kleine Junge, dem das Dreirad einst gehörte, starb an den Folgen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima.
Seine Geschichte ist nur eine unter Hunderttausenden.

Der Besuch im Peace Museum von Hiroshima bewegt sehr. Ich berühre Dachziegel, die im atomaren Feuer zu kochen begannen, ich sehe zerfetzte Kimonos, alte Brotzeitdosen, Uhren, die um genau 8:15 Uhr für immer stehen blieben – der Moment, an dem die Atombombe explodierte.

Tief erschüttert verlasse ich das Museum, streife gedankenverloren durch den angrenzenden Park. Es regnet. Bis 1945 war hier das pulsierende Herz der Stadt. Dann fiel an dieser Stelle die Bombe – und plötzlich war die Menschheit in der Lage, sich selbst zu vernichten. In einem Wimpernschlag. 

Mir ist unglaublich schwer zu Mute. Ich biege um eine Ecke, gelange an einen Platz. Dort steht eine große Schulklasse. Jungen und Mädchen in bunter Regenkleidung. Sie stehen vor einem Mahnmal für die gestorbenen Kinder. Und sie singen. So schön, so glockenhell, so leicht sind ihre Stimmen.

In diesem Moment kehrt meine Hoffnung zurück.

Momente, Erlebnisse, Gedanken auf Reisen, aus aller Welt. Geschichten und Bilder. 
www.weltschaukasten.com

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Das waren doch mal richtig tolle und unvergessliche Erlebnisse, oder? Manche davon, regen einen richtig zum nachdenken an. Andere hören sich so schön an, dass ich am liebsten sofort hinfliegen würde. Hast du auch so ein unvergessliches Erlebnis? Dann hinterlass mir einen Kommentar!

 

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