Die besten Tipps für Bohol

BoholTarsier fertig

Dies ist ein Gastbeitrag von Lisa vom Reiseblog travelisi.

Auf den Philippinen gibt es unzählige verschiedene Inseln und jede hat ihren ganz eigenen Flair. So findest du dort die tollten Tauchgebiete, einsame unerschlossene Strände und eine wunderbare Landschaft. Zu einer dieser Inseln- Bohol- hat Lisa für uns einen tollen Beitrag geschrieben. In dem Beitrag findest du drei Dinge, die du dort unbedingt machen solltest und weitere Tipps, um die Insel zu erkunden! Auf meiner Bucket List stehen die Philippinen ganz weit oben! Wie siehts bei dir aus?

Die Chocolate Hills: Von Riesen und Vulkanen

Die wohl bekannteste Attraktion auf Bohol sind die in der Mitte der Insel gelegenen Chocolate Hills. Die halbkugel- und kegelförmigen Hügel erstrecken sich über eine Fläche von 50 Quadratkilometern. Normalerweise erstrahlen die Hügel in einem satten Grün.  Zur Dry Season hin – also insbesondere von März bis Mai – färbt sich das Gras, das die Hügel bedeckt allerdings braun und gibt damit den Hügeln ihren Namen: Schokoladenhügel.

Verschiedenste Legenden ranken sich um die Entstehung der Chocolate Hills. Einmal geht es um den Kampf zweier Riesen, die sich mit Steinen und Sand bewarfen und damit die Hügel formten. Ein andern Mal ist von einem Riesen die Rede, der um seine verstorbene Geliebte weint, wobei seine Tränen zu den Hügeln wurden.

Wie die Hügel tatsächlich entstanden sind, ist bis heute noch ungeklärt. Die Theorien gehen von einfacher Verwitterung des Kalksteins, aus dem die Hügel bestehen, über unterseeischen Vulkanismus bis hin zu Ausspeien riesiger Steinblöcke beim Ausbruch eines Vulkans.

Chocolate Hills Bohol

Die höchsten Erhebungen erreichen eine Höhe von 120 Metern, die meisten sind jedoch zwischen 30 und 50 Metern hoch. Als ich die Hügel zum ersten Mal gesehen habe, konnte ich nur schwer begreifen, dass sie nicht von Menschenhand geschaffen wurden, sehen sie doch aus wie riesige Maulwurfshügel.

Du kannst die Chocolate Hills von einem Viewpoint aus besuchen. Beachte dabei bitte, dass ein Eintrittsgeld von 50 Pesos erforderlich ist. Die Anzahl der Hügel ist unklar. Oft wird sie mit mindestens 1268 angegeben. Diese Angabe geht jedoch bis zu einer Anzahl von maximal 1776 Hügeln. Vom Viewpoint aus erstrecken sie sich jedenfalls bis zum Horizont und bieten einen faszinierenden Anblick, den du so schnell nicht vergessen wirst.

Der Bilar Man-made Forest: Ein Ort der Ruhe

Bei dem sogenannten „Man-made Forest“ handelt es sich um einen Wald, der – wie sich am Namen unschwer erkennen lässt – von Menschen gepflanzt wurde. In den 60er und 70er Jahren kamen Regierungsmitarbeiter, Studenten und Schüler, normale Arbeiter und andere Freiwillige, um jeweils die Samen von Mahagonibäumen einzusetzen.

Der Wald erstreckt sich auf einer Strecke von zwei Kilometern. Grund für das Pflanzen des Waldes war ein Projekt zum Aufforsten von Bohol, nachdem bis Mitte der 40er Jahre zu Gunsten von Farmland von den Einheimischen massiv Bäume gefällt und Wälder abgebrannt wurden.

Zum Bilar Man-made Forest gelangst du ganz einfach, denn du durchquerst ihn automatisch, wenn du von Tagbilaran in Richtung der Chocolate Hills fährst. Obwohl Mahagonihölzer, wie sie im Man-made Forest stehen, hauptsächlich in den Tropen vorkommen, habe ich mich gleich an einen europäischen Wald erinnert gefühlt. Zwar stehen hier keine Nadelhölzer. Aber da eben auch keine Palmen oder kleinen Büsche vorhanden sind, sieht der Wald viel geordneter aus, als das in der Regel in den Philippinen der Fall ist.

Regenwald Bohol

Das du im Bilar Man-made Forest angekommen bist erkennst du aber nicht nur an dieser prötzlichen Ordnung in einem sonst eher ungeordneten Land. Es ist hier plötzlich viel stiller, dunkler und kühler als sonst. Steig am besten kurz vom Roller oder aus dem Wagen und nimm dir einen Moment Zeit, um die Ruhe zu genießen.

Das Tarsier Sancturary: Knuddelige kleine E.T.s

Was ist eigentlich ein Tarsier? Die auf den Philippinen ansässigen Äffchen gehören zur Gattung der Koboldmakis. Ein sehr passender Name, wie ich finde. Mit nur 9 bis 16 cm Kopfrumpfläge gehören die Koboldmakis nach den Zwergseidenaffen zur kleinsten Affenart der Welt. Die Tarsiere auf Bohol gehören da mit ihren 12 bis 13 cm schon zu den Riesen ihrer Art. Außerdem werden sie nur maximal 150 Gramm schwer und können ihren Kopf um 180 Grad drehen.

Die süßen kleinen Tierchen sind nachtaktiv, was man auch unschwer an ihren riesigen brauen Augen erkennen kann. Das ist auch der Grund, warum man in dem Tarsier Sancturary nicht zu laut sein soll. Auch mit Blitzlicht fotografieren ist streng verboten. Die Äffchen können sonst buchstäblich vor Schreck sterben.

Das Sancturary befindet sich im Süden der Insel. Nachdem du dir ein Ticket gekauft hast, läufst du einen Pfad durch ein dschungelähnliches Gelände entlang. Immer wieder wirst du von Mitarbeitern leise auf einen Tarsier in den Ästen aufmerksam gemacht. Ohne ihre Hilfe würdest du bestimmt keinen der Winzlinge entdecken. Und auch wenn ein Besuch nur maximal eine Stunde dauert, bleibt er dir sicher noch lange im Gedächtnis.

TarsierBohol1

Tipps für den Besuch von Bohol

Wenn du Bohol von Cebu aus besuchst, ist es am günstigsten, eine Fähre nach Tubigon zu nehmen. Beachte allerdings, dass es nach Tagbilaran deutlich kürzer dauert und touristisch besser erschlossen ist.
Um dich auf Bohol fortzubewegen ist es am besten, wenn du dir einen Roller mietest. Du kannst in deinem eigenen Tempo reisen und auch mal einfach so an einer schönen Stelle anhalten, um ein Foto zu machen oder einfach die Landschaft zu genießen.
Am günstigsten bist du auf Bohol mit dem public bus unterwegs. Stell dich aber bitte darauf ein, dass mit dir auch noch übermäßig viele Filipinos und vermutlich auch einige Hühner mitfahren.

Über die Autorin

travelisi

Ich bin Lisa und im März 2015 bin ich das erste Mal alleine auf Reisen gegangen. Gezogen hat es mich nach Asien, um genau zu sein nach Thailand und auf die Philippinen. Dabei haben es mir beide Länder sehr angetan. So sehr, dass sich schon nach einem Monat zurück in Deutschland wieder meinen Rucksack gepackt und mich zurück nach Asien aufgemacht habe. Gerade bin ich in Singapur und bald geht es dann nach Malaysia. Auf meinem Blog Travelisi schreibe ich über meine Reiseerlebnisse, aber auch über neue Eindrücke in fremden Ländern, das Alleinereisen und das Heimkommen.

 

Na, was sagst du? Warst du auch schon einmal auf den Philippinen und hast noch weitere Tipps für Bohol? Oder hast du eine Frage dazu? Hinterlass uns einfach einen Kommentar! :-)

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