Saona Ausflug: Meine Erfahrungen und Tipps

Palme auf Saona, Domrep

Wenn du eine Reise in die Domrep planst, gehört ein Saona Ausflug einfach mit dazu. Diese Insel befindet sich an der Südküste der Dominikanischen Republik und grenzt an den Nationalpark del Este. Da die Insel unter Naturschutz steht, dürfen keine Hotels oder Shops darauf gebaut werden. Genau deshalb wirst du auf der Insel Saona wunderschöne, weiße Palmenstrände finden, die aussehen wie vom Bilderbuch. Auch solltest du wissen, das du auf der Insel nicht alleine sein wirst: Es werden sehr viele Touren auf die Insel Saona angeboten und deshalb hat es auch immer viele Touristen dort. Du kannst dich aber bei einem Strandspaziergang ein wenig von den vielen Menschen entfernen und nach ein paar Minuten gehen bist du alleine am wunderschönen Karibikstrand! Ich möchte dir heute ein paar Informationen über die Saona-Tour geben und dir die schönen und auch schlechten Seiten aufzeigen. Ich will dir nicht alles schön reden, sondern ich will ehrlich zu dir sein!

Die Abholung am Hotel und die überteuerten Einkaufszentren

Früh morgens so gegen 7 Uhr wurden wir direkt am Hotel abgeholt. Gefrühstückt haben wir nichts, denn das gab es erst ab 7 Uhr. Somit stiegen wir schon leicht hungrig in den Touristenbus. Nach und nach fuhren wir ein paar Hotels an, bis unser Bus voll war. Unser Guide stellte sich vor und war sehr nett und witzig. Die Fahrt nach Bayahibe würde ungefähr zwei Stunden dauern meinte er. Und so fuhren wir auf der dominikanischen „Autobahn“ in Richtung Süden. Unterwegs haben wir ein paar Mal auf der Seite angehalten, um auf andere Busse zu warten. Ab da dachten wir schon: Ohje, das kann ja was werden…
Nachdem wir nun insgesamt 3 kleine Touristenbusse waren, fuhren wir herunter von der „Autobahn“ zu einem kleinen Shop. Dort konnten wir auf die „Toilette“ und bekamen kostenlosen „Kaffee“. Der „Kaffee“ war 2cl groß und schmeckte echt zum kotzen. Aber gut. Jeder der den Shop betreten hat, bekam erst einmal ein Einkaufskörbchen in die Hand gedrückt. Im Shop kannst du dir dann viele überteuerte Mitbringsel wie Figuren, T-Shirts oder Zigarren kaufen. Selbstverständlich wurde sehr oft und aufdringlich gefragt, was wir denn kaufen wollen. Als wir mit „nichts“ antworteten, wurden wir dann etwas grimmig angeschaut. Nach einer gefühlten Ewigkeit (ich glaube nach einer Stunde) ging es dann endlich wieder in den Bus und weiter zu unserem eigentlichen Ziel: Saona.

Beim Saona Ausflug geht es meist mit dem Katamaran auf die Insel

Nach ungefähr 3 Stunden sind wir nun endlich am Hafen von Bayahibe angekommen. Jeder von uns bekam ein Armband, damit der Guide sehen konnte, wer zu seiner Gruppe gehört. Wir wurden dann mit kleinen Fischerbooten zum Katamaran gefahren, wo schon viele Touristen auf uns warteten. Jeder bekam einen Platz auf dem Katamaran, mit viel Glück sogar einen Liegeplatz. Die Fahrt war wirklich sehr schön. Wir saßen direkt vorne und konnten so das wunderschöne Meer betrachten. Nach einer Weile wurden Getränke (Rum mit Cola und Wasser) herumgereicht. Gegen später haben auch ein paar Leute angefangen zu tanzen. Es war auf jeden Fall eine tolle Stimmung auf dem Katamaran und die Fahrt war wirklich schön! Nach ungefähr 1.5 Stunden sind wir dann endlich angekommen: Ein Speedboot hat uns vom Katamaran noch zur Insel gefahren. Da auf dem Speedboot immer nur 20 Leute Platz fanden, dauerte es ein paar Minuten, bis alle auf der Insel waren.

Saona Ausflug

Auf Saona: das Mittagsessen und der nervige Fotograf

Auf Saona angekommen wurde uns dann auch sofort mitgeteilt, wo wir Essen und Trinken erhalten würden. Zu trinken gab es: Rum mit Cola (wer hätte es gedacht) und Wasser.
Das Essen war als eine Art Buffet aufgebaut und es gab Nudeln mit Meeresfrüchten, Fisch, Fleisch, Reis und Salat. Nachdem wir mittlerweile fast verhungert waren, machen wir uns direkt gleich über das Essen her. Es schmeckte ganz okay. Im Hotel war das Essen natürlich um einiges besser. Aber hey, wir wurden satt! Danach legten wir uns eine Weile an den Strand, der wirklich so aussieht, wie aus dem Bilderbuch! Nur die vielen Leute um uns herum, machten das Karibikfeeling zunichte. Also sind wir mit Kamera und Handtüchern ein wenig den Strand entlang gelaufen und siehe da: Es gibt auch einsame, wunderschöne Strände auf Saona. Dort sind wir dann eine ganze Weile geblieben und es war auch wirklich sehr schön.

Überall laufen mehrere Fotografen herum, die immer mal wieder ein paar Fotos machen. Ein bisschen zu aufdringlich fragen die Fotografen immer, ob sie ein paar Fotos von einem schießen dürfen. Auch kleine Fotoshootings kannst du machen. Am Ende will der Fotograf natürlich sehr viel Geld für die paar Fotos sehen.

Saona Ausflug

Mitten im Meer: Seesterne, Rum und eine Sandbank

Nach ungefähr 4 Stunden auf der Insel ging es dann direkt weiter: Dieses Mal mit dem Speedboot! Die Fahrt macht richtig viel Spaß und ist nichts für sanfte Gemüter! Der Captain gab Vollgas und konnte dabei sogar eine Rumflasche auf dem Kopf balancieren. Die Stimmung auf dem Boot war echt klasse und Getränke gab es auch genügend. Irgendwann sprang unser Guide vom Boot herunter, um einen Seestern aufzuheben. Wir hielten mitten im Meer bei einer echt schönen Sandbank. Dort konnten wir im hüfttiefen Wasser stehen und erhielten (schon wieder) einen Becher mit Rum & Cola (immer mit viel Rum!). Und wisst ihr, was wir bei dieser Sandbank auch gesehen haben? Viele, wunderschöne Seesterne. Falls ihr diesen Ausflug macht: Seesterne sind Lebewesen. Also behandelt sie auch so. Du solltest einen Seestern immer unter Wasser halten, weil er sonst sterben kann. Auch solltest du den Seestern nicht ewig in den Händen halten und ihm nach ein paar Sekunden wieder die Freiheit schenken.

Schnorcheln ohne Fische?

Anschließend ging es wieder in Richtung Hafen. Kurz davor hielt unser Captain an, und teilte uns mit, das wir hier schnorcheln könnten. Alle sprangen aufgeregt ins Wasser, um die Fische sehen zu können. Doch: Wo waren sie? Wir haben insgesamt vielleicht 5 kleine Fische gesehen. Das Schnorcheln hat sich also nicht wirklich gelohnt. Wer richtige wunderschöne Fische sehen möchte, der kann auf Bali tauchen gehen. Dort gibt es einige der schönsten Tauchgebiete der Welt!

Saona Ausflug- Es war ein langer Tag…

Nach diesem aufregenden und anstrengenden Tag ging es dann wieder in den Bus in Richtung Hotel. Leider hatten wir ja noch zwei Stunden Fahrt vor uns. Wir waren richtig fertig von der Sonne, den vielen Aktivitäten und auch vom Rum. Gegen 19 Uhr waren wir dann im Hotel! Endlich konnten wir Duschen, uns umziehen und etwas richtig leckeres Essen. Juhu!
Die Tour würde ich trotz der Schattenseiten jedem weiterempfehlen, denn sie gehört zu einem Domrep-Urlaub einfach dazu. Ich finde, es war auf jeden Fall ein sehr schöner Tag! Vor allem die Katamaranfahrt, der wunderschöne Strand und die Sanbank haben mir sehr gefallen.

Wo kannst du deinen Ausflug nach Saona buchen und was solltest du beachten?

Deine Tour kannst du entweder im Hotel bei diversen Anbietern (Neckermann, FTI…) buchen. Dort zahlst du für deinen Ausflug ungefähr 100 Euro. Ob dieser Ausflug besser ist, wie ein anderer weiß ich nicht. Wir haben unseren Ausflug am Strand bei Pablo* gebucht. Er vermittelt am Bavaro- Strand viele verschiedene Ausflüge zu echt guten Preisen. Wir haben damals 60 Dollar für diesen Ausflug bezahlt. Auch kannst du die Tour schon vorab im Internet hier  buchen.

Ein paar Tipps zum Ausflug und zur Buchung:

  • Wer mehr Komfort mag, kann eine VIP Tour buchen (kostet ab 150 Euro)
  • Frage im Hotel nach einem Frühstück vor dem Ausflug. Es gibt erst um 13 Uhr die Möglichkeit, etwas zu essen!
  • Nimm deine Kamera mit und schieße wunderschöne Fotos.
  • Nehme Wechselkleidung mit. Mit nassen Klamotten im klimatisierten Bus zu sitzen ist nicht so empfehlenswert.
  • Achte auf genügen Sonnenschutz! Bei der Katamaranfahrt merkst du nicht, wie sehr die Sonne brennt! Wie haben uns an diesem Tag trotz viel Sonnencreme auch einen Sonnenbrand geholt.
  • Ein paar 1-Dollar-Scheine als Trinkgeld sind ebenfalls empfehlenswert

Das waren nun einige Informationen über den Ausflug nach Saona. Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen. Was sagst du nun zum Ausflug? Hast du noch weitere Tipps? Ich freue mich über Kommentare!

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