Safari in Afrika- Zu Gast in Simbas Königreich

Löwe in Afrika

Dies ist ein Gastbeitrag über das Erlebnis einer Safari in Afrika von Lynn von lieschenradieschen-reist.com.

Lynn hat ihr Herz an Afrika verloren. Möchtest du wissen, wie eine Safari in Afrika wirklich abläuft? Was ist den überhaupt ein Games Drive? Was solltest du beachten, wenn du die Big Five sehen möchtest? Im heutigen Gastbeitrag von Lynn findest du die Antworten darauf!

Safari in Afrika: Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Mein Wecker klingelt. Es muss gegen 5 Uhr sein, denn es ist noch dunkel und am Äquator geht die Sonne pünktlich auf und unter. Kurz will ich mich wieder verkriechen, bis mir wieder einfällt, wo ich mich eigentlich befinde. Mein Bett steht in einem großen, permanenten Zelt, am Rande der Maasai Mara. Die Maasai Mara ist quasi das kenianische Pendant zur großen Serengeti in Tansania. 
Wir wollen noch vor Sonnenaufgang in den Park, denn in den frühen Morgen- und Abendstunden sind die Tiere am aktivsten.

Safari ist nicht gleich Safari

Safari in Afrika

Ohne Frühstück geht es in den Safaritruck und wir begeben uns auf den Game Drive. Moment! Game Drive? Heißt es nicht eigentlich Safari? Safari kommt aus dem Swahili und bedeutet soviel wie Reise. Da es aber eigentlich mehr um Tierbeobachtungen geht, hat sich das Wort Game Drive etabliert. Denn Game heißt Wildtiere und es beschreibt die Pirschfahrt. So viel also dazu.
Nachdem wir das Tor zum Nationalpark passiert haben, lassen die ersten Tiere nicht lange auf sich warten. Zunächst sind wir alle noch völlig aus dem Häuschen, wenn wir Zebras oder Springböcke sehen. Dies legt sich allerdings relativ schnell und bald heißt es nur noch gelangweilt: „Oh, guckt mal, schon wieder ein Zebra/Springbok/Gnu.“ Tatsächlich stumpft man diesen Tieren gegenüber irgendwann ab. Man denkt nur noch in Superlativen und hofft hinter der nächsten Ecke Löwen, Elefanten oder anderen Großwildtieren zu begegnen. Einmal die Big 5 sehen, das ist das Ziel!
 Zu den Big Five gehören übrigens der Elefant, das Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard.

Das „Jagdfieber“ hat uns gepackt

Safari in Afrika

Tatsächlich verfällt man während der Game Drives aber in eine Art Rausch. Man hat ständig Angst etwas zu verpassen und hält deshalb die Augen besonders gut auf. Meist sind es allerdings die Guides, die die Tiere entdecken. Da zeigt sich dann doch, wer das geübte Auge hat… Man sollte allerdings nicht vergessen, das man auch viel Geduld mitbringen muss. Es ist eben kein Zoo, indem die Tiere eingesperrt in ihren Käfigen auf die Besucher warten. An machen Tagen hat man Glück und sieht Unmengen von Tieren und anderen lässt sich nichts blicken. Aber auch das macht eine Safari aus und umso schöner ist es dann, wenn man nach einer langen Durststrecke, wieder Wildtiere sieht.

Auge in Auge

Safari in Afrika

„Elephants on the right!“, ruft unser Guide. Und tatsächlich nicht weit von uns sehe ich die grauen Riesen. Es müssen bestimmt 20 Stück sein. Unter ihnen viele Kühe mit ihren Kälbern. Wir stehen bestimmt eine Stunde in ihrer Nähe. Es ist unglaublich was für eine Dynamik die Gruppe hat.
Plötzlich löst sich eine der Kühe von der Gruppe und kommt auf uns zu. Es scheint als wisse sie nicht ganz, wie sie uns einschätzen soll. Als sie stehen bleibt, schaut sie uns lange an. Wir warten ebenfalls ab. Ich stelle fest, was für ein Glück es ist, diesem unglaublichen Tier so nahe zu sein. Wir stehen uns fast Auge in Auge gegenüber und dieser Moment ist nur noch magisch. Nicht zum ersten Mal frage ich mich, wie man diesen unglaublichen Tieren etwas zu leide tun kann.

Endlich!

Safari in afrika

Das besondere an Tierbeobachtungen in der freien Wildbahn sind genau diese Momente und die Zeit, die man hat. In Tierparks bekommt man kein Gefühl dafür, wie Tiere miteinander kommunizieren und interagieren. Das selber zu sehen ist einfach unglaublich. 
Noch unglaublicher ist der Moment, als wir endlich Löwen erspähen! Die Dämmerung hat bereits eingesetzt und nach dem langen Game Drive sind wir auf dem Weg zurück ins Camp. Es handelt sich um eine Gruppe junger Löwen die, noch etwas träge vom Tag, versuchen sich einem Büffel zu nähren. Lange sieht es so aus, als würden sie tatsächlich gleich los sprinten und das Tier erlegen, aber anscheinend überlegen sie es sich doch anders und posieren lieber für unsere Kameras.
 Als ein junges Männchen direkt am Wagen vorbei geht, schüttelt es mich. Irgendwo ganz tief in mir drin sind wohl noch Instinkte, die ich in der Stadt nicht mehr brauche, mich aber nun in Alarmbereitschaft versetzen. Was für ein mächtiges Tier das ist und wie klein wir doch eigentlich sind!

Was gibt es bei einer Safari in Afrika zu beachten?

Safari in Afrika

In fast jedem Nationalpark im südlichen Afrika, kann man geführte Game Drives buchen. Natürlich kann man auch mit dem eigenen (Miet-)Wagen die Parks erkunden. Hierbei kann es allerdings sein, das man nicht so viele Tiere sieht, wie bei einer geführten Tour. Auch sollte man sich im Vorfeld erkundigen, welche Tiere denn im Park leben. Wenn man z.B. die Big 5 sehen will, es aber gar nicht alle davon im Park gibt, ist das unpraktisch. Auch gibt es teilweise Malariagebiete. Dies sollte einen nicht abhalten, aber sich mit der Prophylaxe zu beschäftigen, ist sicherlich nicht verkehrt.
Generell gilt: Leave nothing but footprints, take nothing but pictures, kill nothing but time.

Über die Autorin

Hallo ich bin Lynn und blogge auf www.lieschenradieschen-reist.com über meine kleinen und großen Reisen auf dieser Welt. Nachdem ich schon viel in Europa gesehen habe, habe ich meine Fühler nach Afrika ausgestreckt und mich sofort verliebt. Seitdem lässt mich dieser Kontinent nicht mehr los.

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