Fraser Island auf eigene Faust- der ultimative Guide

Fraser Island Camping

Die größte Sandinsel der Welt ist eines der großen Highlights an der Ostküste Australiens und Fraser Island auf eigene Faust ist toll. Dort gibt es keine befestigen Straßen- nur Sand, schöne Badeseen, Abenteuer und mehr! Viele Touristen besuchen Fraser Island im Rahmen einer geführten Tour, doch so richtig kannst du die Insel nur erleben, wenn du sie auf eigene Faust bereist. Das heißt mit einem Jeep quer über die Insel düsen, anhalten wo es dir gefällt und auch ganz alleine am Strand schlafen. In diesem Beitrag findest du zahlreiche Tipps zur Vorbereitung dieses Inseltrips, einen Routenvorschlag und die Highlights von Fraser Island.

Warum du Fraser Island auf eigene Faust entdecken solltest

Fraser Island auf eigene Faust mit dem 4WD

  • Du kannst ganz alleine am Strand campen: Ist das denn nicht schon Grund genug? Mit der Campingerlaubnis kannst du dir ein Plätzchen deiner Wahl aussichen, dein Zelt aufstellen, dir etwas leckeres kochen und den Ausblick genießen, den du hier mit niemandem teilen musst!
  • Du kannst selbst den Strand entlang fahren und durch die Sandstraßen düsen: Es macht so verdammt viel Spaß am Strand entlang zu fahren oder auch im inneren der Insel die hügeligen Straßen zu befahren. Hier wirst du definitiv durchgeschüttelt, doch die Action kommt nicht zu kurz!
  • Du kannst die Highlights der Insel alleine genießen: Auf Fraser Island gibt es viele verschiedene Seen, Bademöglichkeiten, ein Wrack und und mehr. Wenn du morgens früh aufstehst, dann kannst du all diese Highlights ganz allein für dich genießen. Spätestens ab 9 oder 10 sind dann auch die Reisegruppen unterwegs. Und mal ehrlich: Einen schönen See teilt man nicht gerne mit 50 oder 60 Leuten. Da ist das Ambiente schon wieder ganz anders!
  • Du kannst frei entscheiden, was du tun willst: Bei einer Tour ist das Programm fest vorgegeben. Du weisst, wann es wohin geht und wann es essen gibt. Vielleicht stoppt dein Tourguide auch an einem Ort, der dich gar nicht interessiert? Wenn du selbst fährst, kannst du anhalten wo du möchtest und bleiben wie lange du möchtest. Du musst nie auf die 30 anderen der Gruppe warten und bist somit völlig frei.

Na hast du nun Bock Fraser Island auf eigene Faust zu entdecken? Ich kanns dir nur empfehlen! Eine Tour mag vielleicht etwas günstiger sein, doch dieses Abenteuer ist unbezahlbar!

Vorbereitungen für den Inseltrip

Fraser Island auf eigene Faust

Die besten Startpunkte für einen Trip auf eigene Faust sind entweder Hervey Bay oder Rainbow Beach. Von beiden Orten fahren täglich mehrere Fähren rüber nach Fraser Island. Die meisten starten allerdings von Hervey Bay- wie auch wir.

Das benötigst du alles für deinen Inseltrip:

  • Einen Geländewagen: Fraser Island darf nur mit einem 4WD befahren werden und wenn du da bist, dann merkst du auch schnell weshalb. Die Wege dort haben viele Löcher, Steine, Äste, kleinere Flüsse und Sanddünen die überquert werden müssen. Ein passendes Fahrzeug solltest du auf jeden Fall ein paar Tage vorher reservieren. Dies geht entweder über einen der verschiedenen Anbieter vor Ort, die auf solche Touren spezialisiert sind oder über billiger-mietwagen.de. Achtung: Hier musst du dir eventuell noch eine zusätzliche Erlaubnis für Fraser Island einholen. Am besten und günstigsten bist du natürlich mit einem eigenen Allradfahrzeug unterwegs :-).
  • Eine Erlaubnis zum befahren von Fraser Island: Diese permit musst du unbedingt rechtzeitig beantragen und kostet sie kostet 46 AUD. Dies geht am einfachsten online hier oder im Tourist-Büro in Hervey Bay.
  • Ein Ticket für die Fähre: Auch ein Ticket für die Fähre solltest du etwas im voraus besorgen, da vor allem die frühe Fähre morgens sehr beliebt ist. Das Ticket für den 4WD + max. 4 Personen kostet knapp 166 AUD nach Wollongola. Auch kannst du zum KingfisherBay Resort der von Rainbow Beach bis nach Hook Point fahren. Mehr Infos hier.

Fraser Island auf eigene Faust- Camping oder Hotel?

Fraser Island auf eigene Faust

Auf Fraser Island gibt es verschiedene kleine Resorts bei denen du deinen Tank auffüllen kannst, im Shop ein paar Lebensmittel besorgen kannst oder auch Essen gehen kannst. All diese Einrichtungen sind für jeden offen und nicht nur für die Übernachtungsgäste da. In den Resorts kann in Mehrbett oder Doppelzimmern übernachtet werden und sie verfügen meist auch über einen Pool, Bar und mehr. Die bekanntesten Resorts sind das Kingfisher Bay Resort, das Eurong Beach Resort oder auch das Happy Valley Resort. Die Preise dafür kannst du hier herausfinden.

Wer mehr auf Abenteuer und ein ganz besonderes Erlebnis aus ist, dem empfehle ich auf jeden Fall auf Fraser Island zu campen. Wo sonst bekommst du die Möglichkeit (und Erlaubnis) direkt am wunderschönen Strand zu campieren? Mit etwas Glück bist du ganz alleine dort und hast die schöne Natur für dich.

Falls du Bock darauf hast, brauchst du noch folgende Dinge:

  • Eine Campingerlaubnis: Für das campieren auf Fraser Island ist eine Erlaubnis erforderlich, die auch des öfteren von den Ranchern vor Ort kontrolliert wird. Dort kannst du angeben ob du in einem richtigen Camp oder aber an einem Strand übernachten möchtest. Betragen kannst du die Erlaubnis entweder online oder im Tourist Büro in Hervey Bay. Die kosten betragen pro Tag und pro Person ca. 6 AUD.
  • Zelt, Schlafsack, Kochutenislien + Co.: Für eine Nacht muss es nichts besonderes sein, doch wegen der Dingos und auch wegen der Fliegen empfehle ich dir im Zelt zu schlafen. Ein Zelt gibt`s im Supermarkt ab 40 AUD oder aber du mietest dir die komplette Campingausrüstung bei einem Anbieter deiner Wahl in Hervey Bay. Meist gibt es „All-Inklusive-Pakete“ bei denen die Campingausrüstung, die Permits und auch die Fähre inkludiert sind. Bekannte Anbieter sind Fraser4WDhire,  Safari4WDhire oder AussieTRax4WD.
  • Essen & Trinken: Auf Fraser Island gibt es auch ein paar kleinere Shops, welche aber auch ein wenig teuerer sind. In Rainbow BEach und auch in Hervey Bay gibt es genügend Supermärkte wie Woolwoorths oder Coles, um die Vorräte zu füllen. Am besten du gehst bereits einen Tag vorher einkaufen, damit du morgens keinen Stress hast.

 

Fraser Island auf eigene Faust- Was du sonst noch beachten solltest

Fraser Island auf eigene Faust

Grundsätzlich empfehle ich dir für einen Trip nach Fraser Island 2 bis 4 Tage. Das kommt natürlich ganz darauf an, wie viel Zeit du hast und auch wie lange du an einem Ort bleiben möchtest. Am Strand gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h, welche du strikt einhalten solltest. Oft stehen Ranger am Rand und kontrollieren das. Im inneren der Insel darfst du nicht mehr als 40 km/h fahren. Alles in allem sind die „Straßen“ im Landesinneren wirklich abenteuerlich und du brauchst manchmal ewig für ein paar Kilometer. Grund dafür sind die vielen riesigen Löcher, Äste und was sonst noch alles herumliegt. Die Fahrt macht so aber umso mehr Spaß- also keine Sorge.

Wichtig: Auf Fraser Island solltest du aufgrund der Haie nicht im Meer baden!

Fraser Island auf eigene Faust- Fahrtipps

  • Nicht zu langsam fahren: Klingt lustig, ist aber so. Wenn du zu langsam durch den Sand fährst, bleibst du gerne mal stecken. Also achte darauf immer eine gewisse Grundgeschwindigkeit von 20 km/h oder mehr drauf zu haben.
  • Beim stecken bleiben: Falls du stecken geblieben bist, solltest du den Rückwärtsgang einlegen und versuchen einige Meter rückwärts zu fahren. Anschließend im zweiten Gang anfahren und viel Gas geben. Das hat bei uns immer gut funktioniert.
  • Bei Soft Sand nicht stehen bleiben: Falls du über kleinere Sanddünen oder viel weichen Sand fährst, solltest du nicht unbedingt stehen bleiben. Das anfahren ist hier sehr mühsam.
  • Bei Flüssen und Gewässern: Langsam heran fahren und checken, wie tief das Wasser wirklich ist. Bis zum Knie dürfte es kein Problem sein. Anschließend langsam hindurch fahren (schneller macht mehr Spaß;)).
  • Immer links fahren: Egal ob am Strand oder sonst wo, auch auf Fraser Island gilt der Linksverkehr!
  • Parken: Am Strand kannst du eigentlich überall parken wo du möchtest. Du solltest nur etwas weiter nach oben fahren und dort anhalten.

Fraser Island auf eigene Faust – Sehenswertes

Schon alleine das herumfahren macht so unglaublich viel Spaß, dass es sich schon deshalb sehr lohnt nach Fraser Island zu fahren. Doch auch die schönen glasklaren Seen, Flüsse und Bademöglichkeiten machen die Insel ganz besonders attraktiv.

Auf der Insel angekommen kannst du als ersten Stopp kurz bei der Central Station vorbeischauen. Dort hat es an sich nichts besonderes. Nur ein kleines Informationszentrum und einen Campingplatz. Anschließend kannst du direkt weiter fahren zum Lake Mc Kenzie. Dieser glasklare See erweckt Karibikfeeling und lädt zu einem ersten Badestopp ein.

Fraser Island auf eigen Faust mit dem 4WD

Nach ein paar erholsamen Stunden kannst du nun weiter zu den drei Seen Lake Birraben (schöne Bademöglickeit), Lake Benaroon und dem Lake Boomanjin (etwas rot gefärbt).

Fraser Island auf eigene Faust

Von hier sind es dann ein paar Kilometer bis zum Dili Village und somit auch zum Strand. Von hier aus kannst du entspannt den Strand entlang fahren und den Blick genießen.

Ein „must-Stop“ ist definitiv der Eli Creek, ein glasklarer schöner Fluss mitten durch den kleinen Wald der bis zum Strand führt. Viele laufen hier bis zum Badestartpunkt und lassen sich auf einem Reifen oder einer Luftmatratze den Fluss entlang hinunter treiben. Wer keinen reifen hat: Krabbeln macht auch Spaß :-).

Etwas weiter oben kommt das bekannte und sehr sehenswerte Maheno Wreck. Vor allem bei Sonnenuntergang gibt das ein beeindruckendes Bild.

Ein paar Kilometer weiter kommen „The Pinnacles“. Das sind verschieden gefärbte Gesteinformationen. Ich persönlich fand sie nicht so spektakulär, aber jeder wie er mag.

Weiter nördlich geht es dann zum etwas schwieriger befahrbaren Indian Head. Von diesem Aussichtspunkt kannst du mit etwas Glück sogar Delfine, Haie und Wale beobachten. Und die Aussicht ist ebenfalls grandios.

Weiter nördlich geht es dann noch zu den Champagne Pools. Insgesamt drei natürliche Pools kannst du hier am Strand finden. Die Wellen brechen direkt an den Steinen, weshalb das Wasser oft sehr sprudelt. Dasher wohl auch der Name Champagne Pools.

Fraser Island auf eigene Faust

Das waren für mich die größten Highlights auf Fraser Island. Dazwischen kannst du immer schöne Essenspausen am See einlegen und dir ein Quartier für die Nacht am Strand aussuchen.

Mein Fazit

Fraser Island auf eigene Faust mit dem 4WD

Fraser Island auf eigene Faust zu entdecken ist ein großes Abenteuer und war eines meiner Highlights während unserer 6 wöchigen Australienreise. Du kannst tun und lassen, was du willst und so die Insel so richtig erleben. Durch die vielen Agenturen, bei denen du die All Inklusive Pakete buchen kansnt, ist das ganze auch total easy zu organisieren.

Was sagst du dazu? Bist du bereit die Insel auf eigene Faust zu entdekcen? Hast du vielleicht noch ein paar Tipps? Oder hast du eine Frage zu Fraser Island? Dann her damit in den Kommentaren!

2 Comments

  • Stephi sagt:

    Ein wirklich ausführlicher und informativer Beitrag. Nun weiss ich was ich auf jeden Fall machen werde, wenn mir meine Route den Weg nach Australien bahnt. Habt ihr dort auch Kinder getroffen? Waere ja toll, wenn wir mal Spielkameraden sehen 😉
    Lieben Gruß Stephi

    • Sandra sagt:

      Hey Stephi,

      freut mich, wenn dir der Beitrag gefällt :-).
      Wie geht es euch zwei denn und wo seid ihr gerade?
      Also auf Fraser Island gibt es auf jeden Fall auch einige Kinder, sodass Jannick auch Spielkameraden findet.
      Das campen am Strand ist allerdings erst ab einem gewissen Alter erlaubt, wegen der Dingos.

      Ich wünsch euch noch eine tolle Reise!

      Beste Grüße aus Mexico,

      Sandra

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